Agrar, Bio- und Umwelttechnologie

Schwerpunkt Bio- und Umwelttechnologie

„Sei neugierig, nicht wertend.“

(Walt Whitmann)

Klimawandel, Energiekrise, Artensterben, Wassermangel, Umweltverschmutzung, Wandel der Landwirtschaft, Fake News: Die Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen.

Für das Klima sich auf die Straße kleben?               Löst auch kein Problem.

Den Kopf in den Sand stecken?             Keine Option.

Unser Angebot

Mit Bildung die Krisen unserer Zeit bewältigen. Die Ausbildungsrichtung ABU bietet dazu eine zeitgemäße und zukunftsorientierte Grundlagenbildung als Vorbereitung auf eine Vielzahl an Studiengängen und Berufsausbildungen. Die Schwerpunkte liegen hier bei Themen der Umwelt und Natur und den technologischen Anwendungen in diesem Bereich.

Mögliche Berufsfelder
  • Biomedizin, Biotechnologie, Pharmazie
  • Ernährungswissenschaften, Lebensmitteltechnologie, Brauwesen
  • Umwelttechnik, Geoökologie, Ingenieurökologie
  • Landschaftsarchitektur, Landwirtschaft, Forstwirtschaft
  • Nachhaltiger und innovativer Tourismus, Global Sustainability
  • Biologie, Chemie, Physik, Lehramt

Praktikum

Allgemeine Informationen

Die fachpraktische Ausbildung (kurz: fpA) findet in der 11. Klasse in allen vier Ausbildungsrichtungen statt, wobei die inhaltlichen Schwerpunkte entsprechend variieren.

Aufgaben und Ziele der fachpraktischen Ausbildung

Die Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule verfügen in unterschiedlichem Maße über Grundkenntnisse und praktische Erfahrungen.

Das Praktikum soll:

  • konkrete Vorstellungen, praktische Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln,
  • eine Orientierungshilfe für die Berufsfindung bieten,
  • eine Begegnung mit der Arbeitswelt, ihrem sozialen Milieu und den dort auftretenden Problemen ermöglichen.
Einsatzzeiten

14-tägiger Wechsel zwischen Praktikum und Schule (siehe Zeitpläne in den jeweiligen Ausbildungsrichtungen).
Während der Ferien und sonstigen schulfreien Tagen findet keine Ausbildung statt.

Arbeitszeiten 38 Stunden, entsprechend den betriebsüblichen Arbeitszeiten.

Ausbildungsinhalte

Die Einsatzstellen legen im Wesentlichen den Ablauf und den Inhalt des Praktikums abhängig von der jeweiligen Situation fest. Die Schülerinnen und Schüler durchlaufen in der Regel zwei verschiedene Betriebe / Einrichtungen im Schuljahr.

Versicherung

Die Schülerinnen und Schüler haben auch im Praktikum den Rechtsstatus eines Schülers und sind deshalb unfallversichert. Für das Praktikum schließen die Schüler/-innen über die Schule eigens eine Haftpflichtversicherung ab, so dass Schäden, welche durch Schüler/-innen verursacht werden, abgedeckt sind.

Betreuung

Die Betreuungslehrer/-innen der FOS sind Ansprechpartner/-innen für die Praktikumsstelle und besuchen diese mehrmals pro Halbjahr.

Entlohnung

Keine Bezahlung.

Die Schülerinnen und Schüler müssen in der 11. Klasse ein sogenanntes Pflichtpraktikum absolvieren.

Schriftliche Aufzeichnungen

Während des Praktikums muss ein Nachweisheft geführt werden, in welchem tägliche Eintragungen zur Tätigkeit vorgenommen werden müssen. Die Schüler/-innen halten ein Referat über die Praktikumsstelle und ihre Tätigkeiten und geben jeweils pro Halbjahr einen ausführlichen Praktikumsbericht ab.

Schweigepflicht

Die Praktikanten unterliegen der Schweigepflicht.
Auf diese wird in der Schule ausdrücklich hingewiesen.

Kontaktmöglichkeiten

Bei organisatorischen Fragen zur fpA und Stellenverteilung im Ausbildungsbereich Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie (ABU) ist die Schulbeauftragte Frau Laura Fötzsch (laura.foetzsch@fosbos-kempten.de) die Ansprechpartnerin.

Persönliche Besuchstermine sollten möglichst immer vorher unter der Telefonnummer 0831/25385-410 (Sekretariat) oder per E-Mail vereinbart werden. Das gilt auch, wenn Sie einen Kontakt mit Ihrer zuständigen Betreuungslehrerin bzw. Betreuungslehrer herstellen möchten.

Ausbildungsbereiche

Für die fachpraktische Ausbildung (fpA) im Bereich Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie kommen grundsätzlich alle Betriebe in Frage, die sich mit Aufgaben und Fragestellungen folgender Bereiche auseinandersetzen:

  • Agrarwirtschaft (z.B. Landwirtschaft, Tierpflege)
  • Gartenbau (z.B. Landschaftsarchitektur, Gärtner, Floristik)
  • Forstwirtschaft (z.B. Försterei, Forstamt)
  • Biotechnologie (z.B. Labore für Lebensmittel-Analyse, Labore für medizinische Diagnostik, Apotheken)
  • Ernährung / Lebensmittel (z.B. Brauerei, Bäckerei, Küchen)
  • Umweltsicherung (z.B. Amt für Umweltschutz, Umwelttechnik, Energieberatung, Umwelterziehung)

Damit steht den Schülerinnen und Schülern eine sehr breite Auswahlmöglichkeit für ihr Praktikum zur Verfügung.

Zum Schulhalbjahr erfolgt ein Wechsel der Praktikumsstellen, so dass jede Schülerin und jeder Schüler in zwei verschiedenen Stellen/Bereichen eingesetzt werden kann. Der Wechsel zwischen den Ausbildungsstellen zum Halbjahr leistet wertvolle Orientierungshilfe für die spätere Berufswahl.

Ausbildungsstellen

Die Praktikumsstellen können über die Schule vermittelt werden.

Es besteht auch die Möglichkeit eigene Vorschläge für weitere Betriebe einzubringen. Diese Vorschläge werden von der Schule geprüft und dann ggf. vergeben.
Bei der Prüfung wird sichergestellt, dass der Betrieb in keinem nahen verwandtschaftlichen Verhältnis zur Schülerin oder dem Schüler steht, dass die Tätigkeiten den oben beschriebenen Tätigkeitsbereichen entsprechen und den gültigen Arbeits- und Jugendschutzgesetzen entsprechen.

Fachpraktische Anleitung

Neben dem Praktikum im Betrieb sammeln die Schülerinnen und Schüler bei Veranstaltungen wie der ökologischen Forstwoche sowie bei Exkursionen zu Betrieben und Hochschulen wertvolle Erfahrungen im Bereich Berufsorientierung.

Projekte

Ökologisches Forstpraktikum

Im Rahmen der Ausbildungsrichtung ABU findet jedes Jahr ein mehrtägiges ökologisches Forstpraktikum statt. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten dabei in einem ausgewählten Waldgebiet mit professionellen Forstteams zusammen und übernehmen praktische Aufgaben aus dem Arbeitsalltag der Forstwirtschaft.

Collage mehrerer Bilder zum Leben auf der Waldwoche

Zu den Tätigkeiten gehören unter anderem das Erlernen grundlegender Techniken der Holzernte, wie verschiedene Sägetechniken, Spaltarbeiten oder der sichere Umgang mit Werkzeugen und Geräten. Darüber hinaus setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit ökologischen und ökonomischen Maßnahmen der Waldpflege auseinander, etwa Verbissschutz, Wertästung oder der Förderung der natürlichen Verjüngung von Waldbeständen.

Neben der praktischen Arbeit bietet das Forstpraktikum auch Raum für gemeinschaftliche Erlebnisse in der Natur, beispielsweise bei abendlichen Aktivitäten wie Fackelwanderungen oder Lagerfeuern.

Mehrere Bilder als Collage zu Tätigkeiten und Leben auf der Waldwoche
Laborarbeit

Die Ausbildungsrichtung Bio- und Umwelttechnologie legt den Fokus auf praktische Tätigkeiten im Labor.

Mehrere Bilder als Collage zur Arbeit im Labor

Der Unterricht in Chemie, Biologie und Biotechnologie ermöglicht praxisnahe und faszinierende Einblicke in die Naturwissenschaften und die technologischen Anwendungen. Schwerpunkte sind dabei die Planung, Durchführung, Auswertung und Präsentation von Experimenten.

Mehrere Bilder als Collage zu Experimenten im Chemieunterricht
Mehrere Bilder als Collage zur Organuntersuchung