Ohne angemessene Versprachlichung eigener und fremder Gedanken in Wort und Schrift ist keine kommunikative Teilhabe an der Wissensgesellschaft möglich.

Für alle Fächer gilt deshalb: Studierfähigkeit und Sprachkompetenz hängen aufs Engste zusammen.
Letztere zu fördern und zu erweitern, um Erstere zu erreichen, ist Ziel des Deutschunterrichts in der Oberstufe.

Weil es an der Beruflichen Oberschule nicht um eine bestimmte Ausbildung, sondern um Bildung allgemein geht, wird auch im Deutschunterricht ein breites inhaltliches Angebot angestrebt, mit dem Schülerinnen und Schüler angeregt werden sollen, sich die Welt zu erschließen. Dieses Angebot reicht von der Auseinandersetzung mit Sachtexten zu verschiedensten Themen, der kritischen Reflexion über Sprache, über die Beschäftigung mit literarischen Texten, welche die Erschließung von Grundmustern menschlicher Erfahrungen ermöglichen, bis hin zum eigenen Sprechen, Schreiben und darstellenden Spielen.

Für den Eintritt in die Oberstufe werden sichere Grammatik- und Rechtschreibkenntnisse sowie ein bereits differenziertes Ausdrucksvermögen erwartet, auf welchem aufgebaut werden kann. Unerlässlich ist die Bereitschaft, sich auch auf die Lektüre längerer Texte einzulassen sowie über deren Inhalt zu sprechen und zu schreiben.

Zur Vorbereitung und Verbesserung der Erfolgsaussichten genügt es, zwei Faustregeln zu beherzigen:

  1. Lesen – lesen – lesen (alles, was einem in die Finger kommt; man muss nicht mit Goethe anfangen!)
  2. Schreiben – schreiben – schreiben (beispielsweise indem man zusammenfasst, was man gelesen hat, oder einen Kommentar zum letzten Kinofilm verfasst; oder indem man besondere Begebenheiten in einem Tagebuch formuliert usw. – und zwar immer in Form eines zusammenhängenden Textes, der den Umfang von Kurzmitteilungen deutlich übersteigt!)